Ruhrpottkatjes

Leben im Ruhrpott

Vivawest Marathon – 10km Lauf – Sie haben ihr Ziel erreicht!!

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Pünktlich um 8:15 Uhr wurde ich abholt, bis dahin hatte ich schon 1,5l getrunken, nicht umsonst hat der Wecker  schon um 5 Uhr geklingelt. Ein wenig aufgeregt war ich schon, mein erster richtiger Lauf. Von meiner geplanten Zielzeit (1h20min) hatte ich mich längst verabschiedet. Bei dem Wetter wollte ich einfach nur ankommen. (Zum Vergrößern der Fotos einfach darauf klicken)

Mein schönes buntes und „unauffälliges“ Laufoutfit

Es waren schon einige Läufer da. Alle total nett und freundlich. Ich kam mit vielen ins Gespräch, einigen ist auch mein personalisiertes Shirt aufgefallen. Das kam nämlich wirklich gut an. Allerdings war es wirklich sehr warm in dem Teil, das konnte ja noch heiter werden. Kurz vor halb zehn stellte ich mich am Start auf, relativ weit hinten, ich wollte ja keinen behindern oder überrollt werden. Direkt vorm Start lerne ich noch Florian von Instagram kennen. Das war direkt lustig. Leider verzögerte sich der Start um eine halbe Stunde, weil irgendein Idiot sein Auto falsch geparkt hatte. (Dabei stehen die Parkverbotsschilder schon seit einigen Tagen da!).

Dann ging es endlich los. Die Masse (1000 Läufer) rannte los und ich mitten drin statt nur dabei. 😉 Es war toll. Klar, ich lief natürlich am Anfang leider viel zu schnell. Meine Uhr hatte ich in der Aufregung vergessen richtig zu starten, aber nach einem halben Kilometer lief sie mit und zeigte mir mein Tempo an. Viel zu schnell, also nahm ich etwas Geschwindigkeit raus. Der Asphalt war unangenehm unter den Füßen, ich lief dann auf dem Bürgersteig weiter. Am Rand standen einige Schaulustige und feuerten uns an. Ein bisschen dürftig für meine Heimatstadt, wie ich fand.

Die Sonne knallte unerbittlich auf den Asphalt, es war warm und ich schwitze ohne Ende. Dabei war ich doch erst bei 2,5km angelangt. Alle 3 km kam eine Verpflegungsstelle, wo auch Schwämme verteilt wurden und einige Duschen aufgestellt waren. Kurz vor dem 3. km hörte ich jemanden meinen Namen rufen. Ich drehte mich zur Seite und entdeckte auf dem Rad einen Mann, das konnte nur Reiner sein, der mir ja schon per Mail geschrieben hatte, dass er mich anfeuern würde. Der Mann hatte sogar extra Wasserflaschen für mich dabei. Ich war platt und nahm dankbar das Wasser an. Ich war zu dem Zeitpunkt recht langsam unterwegs, da sich das schnelle Starten doch bemerkbar machte und ich leider ein paar Seitenstiche hatte. Dank Reiner ließ ich die erste Verpflegungsstation links liegen. Er begleitete mich noch ein kleines Stück und versprach bei km 6 wiederaufzutauchen, da erst mal die erste große Fanmeile kam.

Und das war der absolute Wahnsinn. Leider ging es aber erst schön bergauf,  überall standen Leute, die einen angefeuert und bejubelt haben. Es war ein ganz tolles Gefühl. Das pushte enorm. Nach der ersten Fanmeile fand ich meinen Rhythmus wieder und dann ging es richtig gut weiter. Auch danach standen viele Leute am Straßenrand und feuerten uns an. Kinder hielten ihre Hände hin und wollten abgeklatscht werden, was ich natürlich gerne gemacht habe.

Nicht nur, dass uns die Leute anfeuerten (einige davon sogar namentlich), nein, es standen auch Gartenduschen am Straßenrand und man konnte drunter herlaufen. Sie verteilten Wasser an uns Läufer.  Das ist der Pott, wo ich herkomme. Einfach nur toll!! Danke dafür!

Bei der nächsten Verpflegungsstation nahm ich mir dankbar einen Schwamm, es war herrlich das kalte Wasser auf dem Kopf zu spüren. Die Sonne knallte ganz schön. Dank Reiner brauchte ich kein Wasser zum Trinken. Es wurde etwas leerer am Straßenrand, trotzdem standen vereinzelt Leute an der Strecke und feuerten uns an. Eine Zeitlang liefen zwei Herren etwas weiter hinter mir, die sich lautstark schnaufend unterhielten und ihren Spaß hatten. Die waren echt super, irgendwie haben die mich noch gepusht. Ich hatte ein gutes Tempo drauf und fühle mich großartig. Bei km 6 tauchte Reiner nicht mehr auf und so nahm ich bei der nächsten Verpflegungsstation doch etwas Wasser mit und gab die Wasserflasche dort ab. Es lief sich doch etwas bequemer ohne Flasche. Ich glaube zwischen km7 und 8 tauchte Reiner auf und meinte nur ganz trocken: „Jetzt warst du aber schnell.“ Ich musste nur grinsen und nickte. Ich wollte jetzt nicht viel sprechen, weil ich mir die Luft noch für die restlichen km sparen wollte. Ich wusste ja, dass es gleich noch schön bergauf gehen würde. Reiner verabschiedete sich dann. Ich fand das total nett, dass er mich quasi supportet hat. Reiner, vielen lieben Dank dafür, war schön, dass wir uns mal getroffen haben. 😉

Dann kamen die letzten Meter, die Steigung merkte ich jetzt doch ganz schön und war froh, dass ich noch Kraft hatte. Ich lief um die letzte Kurve und war baff. Vor dem Zieleinlauf standen Massen von Leuten, es war Wahnsinn. Alle jubelten und schrien. Ich bekam eine Gänsehaut und war richtig gerührt darüber. Es war eine ganz tolle Stimmung und ja, dann sah ich die Ziellinie. Ich gab nochmal Gas, holte die letzten Kräfte aus mir heraus und sprintete überglücklich ins Ziel. Ich hätte fast vor Freude geweint, auch weil ich meine Zeit gesehen habe.

Denn meine eigentliche anvisierte und dann verworfene Zeit habe ich sogar unterboten!!  Meine Nettozeit betrug 1h, 15min und 20sec.  Also, da bin ich jetzt doch ein bisschen stolz auf mich, dass ich bei diesem Wetter  so schnell war.

Es war eine wirklich tolle Veranstaltung, die Helfer waren alle super freundlich und versorgten mich (und natürlich auch die anderen Läufer) nach dem Lauf gut mit Trinken und Essen und wehe man nahm nicht genug mit. Es war toll. Auch unter den Läufern selber herrschte eine angenehme Stimmung, es war ein tolles Miteinander. Ich bekam vor dem Start viele Tipps. Unterwegs auf der Strecke bin ich noch ein Stück mit einer anderen Frau zusammengelaufen und hab sie motiviert weiterzulaufen, nicht aufzugeben, einfach langsamer laufen, bis die Kraft wieder da ist um schneller zu laufen.

Glücklich mit meiner schönen Medaille

Jetzt einen Tag später bin ich immer noch richtig glücklich über meinen ersten Lauf und erstaunlicherweise hab ich auch keinen Muskelkater. Eins weiß ich auf jeden Fall, dies war nicht mein letzter 10km Lauf und auch nächstes Jahr möchte ich gerne wieder dabei sein.

Zwischendurch werde ich auf jeden Fall mal ne Halde hochlaufen, dann klappt es mit der Steigung auch besser. Wen es noch interessiert, in der Gesamtplatzierung habe ich genau Platz 400 (von 1500 Läufern, wie ich gerade erfahren habe) belegt, was ich total super finde!!!

3 Kommentare

  1. Hallo Katja, Glückwunsch zu deinem großen Erfolg. Freut mich dass du dein angestrebtes Ziel mehr als erreicht hast. Immer weiter so.
    LG

  2. super, klasse, gut gemacht! Und toll geschrieben! Ich bin die Strecke mit dir jetzt quasi mitgelaufen. Liebe Grüße von Läuferin zu Läuferin 😉

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