Ruhrpottkatjes

Leben im Ruhrpott

Grünig, Michaela: Zwei fast perfekte Schwestern – Rezension

Inhalt: Seit ihrer Kindheit bewundert die Lektorin Stefanie Lenz ihre ältere Schwester Lily, die bei der Verteilung des elterlichen Genguts eindeutig das bessere Los erwischt hat. Lily ist schön, beliebt und hat einen tollen Mann geheiratet. Stefanie fühlt sich dagegen oft vom Alltag überfordert. Wie rettet man sich zum Beispiel vor der Liebeserklärung seines neuen Chefs, ohne die Karriere zu ruinieren? Stefanie hat eine scheinbar geniale Idee: Sie behauptet einfach, sie sei lesbisch. Zum Glück steht Lily als Begleitung für die Firmenfeier bereit. Als ›Vorzeige-Lesbe‹ des Verlags läuft es beruflich ausgezeichnet für Stefanie, bald darf sie den Bestseller-Autor Bernhard Otto betreuen. Der ist ihr nur dummerweise unerwartet sympathisch, und dann fällt auch noch Alibi-Partnerin Lily aus, deren Leben sich nach dem Fremdgehen ihres Mannes im freien Fall zu befinden scheint.

Fazit:

Die Schwestern Stefanie und Lily könnten nicht unterschiedlicher sein und trotzdem beneidet jeder die Andere um ihr Leben. Doch es ist nicht alles Gold was glänzt, Liliy erwischt ihren Ehmann inflagranti und steht nun vor einem Neubeginn, ohne Geld, ohne versnobte Freundinnen und ohne Job. Bei Stefanie dagegen läuft es rund und sie darf sich um den Bestseller Autor Bernhard Otten kümmern. Zu ihrem Leidwesen gefällt er ihr auch noch, aber was macht man nur, wenn man die „Vorzeige Lesbe“ des Verlags ist?

Die Kapitel werden abwechselnd aus der Sicht von Lily und Stefanie erzählt. Im Laufe des Buches nimmt die Story Fahrt auf und es wird etwas spannend. Der Schreibstil von Michaela Grünig ist locker und leicht. Man kommt gut in das Buch hinein und kann es zügig durchlesen. Die eine oder andere Überraschung taucht auf, womit man am Anfang nicht mit gerechnet hat. Allerdings  war mir die Geschichte der Eltern von Stefanie und Lily dann doch zu viel und ich fand es zu übertrieben. Das hätte man, meiner Meinung nach, auch weg lassen können. Trotzdem hat mir das Buch gefallen und gerade als Urlaubslektüre fand ich es ideal.

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