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Der Dom war das Ziel – Staffelmarathon Köln

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Am Sonntag war es soweit. Mein persönliches Laufziel für dieses Jahr stand auf dem Plan, nämlich der Staffelmarathon in Köln. Da wollte ich unbedingt wegen der Medaille laufen. Die Staffelläufer bekommen nämlich alle einen Buchstaben von „KÖLN“. Ich brauche euch wahrscheinlich nicht erzählen, welchen Buchstaben ich unbedingt haben wollte. 😉
Ich hatte deswegen schon sehr früh andere Leute gefragt und heraus kam eine bunte Mischung von 4 Läufern, die sich alle nur übers Internet kannten.

Der Dom war also mein Ziel, denn der letzte und längste Staffelabschnitt (knapp 13km)  war meiner. Zum ersten Mal bin ich offiziell eine Strecke über 10km gelaufen. Im Training habe ich die Woche davor die 13km Marke geknackt, wenn auch recht langsam.

Petrus meinte es gut mit mir, denn kaum war ich um 13 Uhr auf der Strecke, schien die Sonne. Es war ganz schön warm, aber das kenne ich ja schon von den vorherigen Läufen. Lauftechnisch lief es auch super. Ich genoss die tolle Stimmung an der Strecke und guckte zwischendurch nach meinem Tempo. Ich wollte ja schließlich noch ins Ziel kommen.

Die letzten beiden km waren die schlimmsten für mich! Es zog sich und ich merkte wie meine Beine schwerer wurden. Ich kämpfte. „Du bist nur ein kleines Stück gelaufen, die anderen haben 40km schon hinter sich.“ Stell dich jetzt nicht so an. „Die letzten 2km schaffst du auch noch.“ Genau in diesem Moment rief ein Zuschauer: “Mädel, du schaffst das!“ Das war toll!

Nach einer gefühlten Ewigkeit ging es ein letztes Mal links um die Kurve und das heiß ersehnte Ziel lag zum Greifen nah. Es war laut, sehr laut. Die Zuschauer jubelten und klopften auf die Absperrungen.
Das war Gänsehautfeeling pur!! Mit schweren Beinen und laut klopfenden Herzen lief ich über die Ziellinie. JUHU!!! Ich hatte es geschafft!! Ich war so glücklich und stolz auf mich, daß ich fast vergaß zu Atmen.

Mit Tränen in den Augen nahm ich unsere Medaillen entgegen und war doch ziemlich enttäuscht über diese unscheinbare und neue Medaille. Fast hätte ich geweint, denn bei dem Anblick musste ich an die Medaille von letztem Jahr denken, die war so toll und schön und diese hier war einfach nur aus Holz und nichtssagend.  Ich persönlich hätte lieber die Metallmedaille vom letzten Jahr gehabt. Aber leider wurde hier auf Nachhaltigkeit gesetzt. Das mag ja auch okay sein, aber wenn dann alle Marathonläufer im Ziel einen Plastikumhang bekommen, um nicht auszukühlen, dann frag ich mich schon, wo da die Nachhaltigkeit ist. Viele andere Läufer sehen das übrigens genauso, einigen Läufern war das egal.

Auch wenn die Medaille nicht so dolle ist, die Stimmung an der Strecke und die Zuschauer waren alle ganz klasse!!! Die Stimmung kurz vorm Ziel und am Zieleinlauf war unbeschreiblich!! So etwas habe ich noch nicht erlebt!

„Danke“ an meine Mitläufer. Es hat total viel Spaß mit euch gemacht! Wir waren klasse!!

 

Ein Kommentar

  1. First World Problems 🙂 irgendwo müssen die ja mit Ihrem Nachhaltigkeitswahn anfangen. Ich kann das Wort mittlerweile echt nicht mehr hören. Hauptsache ist doch das Du Spaß hattest und einen erfolgreichen Lauf abgeliefert hast. Langsam näherst Du dich der Halbmarathon Strecke 🙂

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