Ruhrpottkatjes

Leben im Ruhrpott

Das war der Venloop 2019

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Morgens früh um halb zehn ging es Richtung Venlo, zur esten Laufveranstaltung diesen Jahres. Mit an Bord waren meine beiden Laufbekannten Andrea und Nicole. Beide sind schon mal mitgelaufen, Andrea sogar schon 8 mal. Bei mir war es Premiere. Ich war wirklich gespannt, überall schwärmten die Läufer von der guten Stimmung an der Strecke. „Du wirst ins Ziel getragen bei dem Jubel“, war eine der Bemerkungen. Gut, die Niederländer konnten gut Party machen, das wußte ich ja, also ließ ich mich überraschen. Wir fanden relativ schnell einen Parkplatz und gingen dann Richtung Zelt und Schließfächer. Wir trafen einige Läufer, die wir kannten, quatschten auch mit unbekannten Läufern und waren gut drauf.

Dann ging es Richtung Start. Wir reihten uns in unseren Zeitblock ein und ich war gespannt. Bevor es richtig voll wurde, machten wir noch schnell ein Erinnerungsfoto vorm Start.

Kurz vorm Start

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach und nach wurde es immer voller, mir persönlich war das schon etwas zu voll. „Na gut, wird sich dann auf der Strecke hinterher gut verteilen,“ dachte ich mir noch. Dann ging es los, es dauert fast 7 Minuten, bis wir die Startlinie überquerten. Dann ging es durch die engen Gassen der Stadt. Leider liefen wir nicht, wir gingen und wenn wir nicht gingen, standen wir. Es war einfach furchtbar. Erinnerte mich irgendwie an den morgendlichen Stau auf der Autobahn. Das Ganze zog sich über 2km. Wer konnte, überholte, was leider mir nicht möglich war. Bis ich dann mal zum Laufen kam, waren es bestimmt schon 2,5km. Das blöde an der Sache war, dass ich überhaupt nicht in meinem Laufrythmus kam. Ich kämpfte mit mir und dabei waren wir erst 3 km gelaufen. „Scheiße, 7km musste du noch weiterlaufen“. Am liebsten hätte ich den Lauf einfach abgebrochen, aber so schnell gab ich dann doch nicht auf. Ich kämpfte mich langsam km für km weiter und bei km6 war ich endlich in meinem Rhythmus angekommen und es ging dann auch, aber Spaß machte es mir diesmal nicht wirklich. Über die ganze Strecke verteilt standen Leute, ab und an stand eine Band und spielte Musik oder ein DJ legte Musik auf. Die Leute feuerten einen an, das war wirklich toll.

Die letzten km ging es wieder zurück durch die Stadt, durch die Leute, die Rechts und Links an der Abgrenzung standen. Ich erwartete Jubel, aber irgendwie glotzen sehr viele nur doof. Vereinzelt hörte man ein paar Anfeuerungsrufe, aber mehr kam da nicht. Ich kam mir teilweise vor wie im Zoo. Das war irgendwie sehr ernüchternd. „Wo war hier die versprochene Stimmung, die einen ins Ziel trug??“ Da war ja beim Zieleinlauf vom Vivawest Marathon mehr los.

Im Ziel bekam ich dann meine Medaille und ich muss sagen, ich war noch nie so froh, dass dieser Lauf endlich vorbei war. Ich habe mich bei keinem Lauf so gequält, noch nie hatte ich erlebt, dass ich am liebsten alles hingeschmissen hätte. Trotzdem bin ich stolz, dass ich weitergelaufen bin und auch die 10 km geschafft habe. Das war mein härtester Lauf.

Die mehr als verdiente Medaille

2 Kommentare

  1. das liest sich ja alles nicht so toll ! Ich kann so ein Event nicht beurteilen, da ich ja noch nie sowas mitgemacht habe aber es liest sich doch ziemlich schlimm !!!!
    Da freut man sich auf solch einen Wettbewerb , trainiert dafür und dann das !
    Ich muss aber sagen alle Achtung dass du das ganze über die ergehen lassen hast und die Ziellinie dann doch überquert hast. Ich mag viele Menschen gar nicht und da könnte ich mir gut vorstellen abzubrechen.
    Du hast es durchgezogen und alle Achtung und Gratulation !
    LG Manni

    • Danke schön Manni, nun ja, es ist öfters voll, aber meistens entzerrt sich das auf der Strecke, das war ja hier leider nicht der Fall. Der Veranstalter hat auf die Kritik angenommen und möchte das auf jeden Fall ändern.
      lg

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